Investiere in deinen klaren Geist und sichere dir die beste Rendite im Jahr 2019

Hast du auch deine Vorstätze für das Neue Jahr gefasst?
So wie jedes Jahr?
Hat dich am Silvesterabend auch ein frohes Gefühl erfasst für das, was kommen mag?
Und hast du auch zu deinem Gegenüber gesagt: “ Ich weiß genau, dass ich in zwölf Monaten nicht weiß, wo die Zeit geblieben ist und wie schnell so ein Jahr vergehen kann“.

Jetzt stell dir bitte einmal vor, das Schicksal liefert dir die beste Lösung; genau die, die du dir immer gewünscht hast.
Aber in dem Moment, wo du sie  bekommst, bist du so verstresst und angespannt, dass dir der klare Blick abhanden gekommen ist.
Das Beste ist dir nicht gut genug, weil du zu müde bist, es zu erkennen.
Du verschwendest deine Zeit, dein Bestes zu genießen und suchst nach irgendwelchen scheinbar noch besseren Lösungen.
In Wirklichkeit hältst du die Lösung schon in Händen.
Aber du lässt sie aus deinen Händen gleiten, weil du sie nicht erkennst.

Hier ein Beispiel aus dem zurückliegenden Urlaub:

Bei meiner Ankunft im Hotel bietet man mir ein Zimmer an im achten Stock. Ich schaue es an und finde den Ausblick auf das Meer atemberaubend. Aber es stört mich der gemauerte Balkon. Ich wünsche mir ein Zimmer mit einem verglasten Balkon, um das Meer schon zu sehen, wenn ich die Zimmertür öffne. Ein solches Zimmer bekomme ich zugewiesen. Es liegt im fünften Stock, also viel niedriger. Ich ziehe ein. Das Meer ist in die Ferne gerückt. Und direkt unter meinem Fenster liegt eine Baustelle in den Grünanlagen. Dort wird es am nächten Morgen dermaßen laut, dass ich das Rauschen des Meeres überhaupt nicht mehr hören kann. Also schaue ich mir das Zimmer im achten Stock wieder an.
Mittlerweile habe ich mich von den Unbillen der Reise erholt, habe gut geschlafen und schön meditiert. In meinem ausgeglichenen Zustand spüre ich, dass das ´erstbeste´ Zimmer tatsächlich das bessere ist. Also ziehe ich dorthin um.

Und was erlebe ich hier am nächsten Morgen? Etwas, was ich mir nicht zu träumen gewagt hätte!

Ich wache auf zur Zeit des Sonnenaufgangs. Ein glühend roter Streifen schimmert über dem Meer. Und das sehe ich vom Bett aus! Und zwar in dem Spiegel, der die Wand gegenüber bedeckt. Über dem Meer liegt eine Dunstschicht, wie fast immer an einem frühen winterlichen Morgen. Ich muss warten. Doch dann kommt der Moment, wo die Sonne sich glutrot über diese Dunstschicht erhebt. Auch das kann ich vom Bett aus sehen.
In den Hotels früherer Jahre bin ich morgens aus dem Bett gehupft und habe mich in warme Sachen gehüllt. Dann ging es mit dem Aufzug runter ins Erdgeschoss. Dort habe ich auf einer nach Osten gerichteten Terrasse im eiskalten Wind den Sonnenaufgang erwartet, der leider nicht immer stattfand. Oft konnte ich ihn nicht erleben, weil es so früh noch zu dunstig war.
Und hier kann ich ganz bequem vom Bett aus den Sonnenaufgang erleben!

Welch eine unglaubliche Wunscherfüllung!
Was für ein Geschenk ist das Zimmer, das auf mich gewartet hat!

Und um ein Haar hätte ich diese Wunscherfüllung nicht erlebt, weil ich in meinem übermüdeten Zustand bei meiner Ankunft nicht klar im Kopf war.
Ich musste erst schön meditieren und gut schlafen, um die beste Lösung annehmen zu können.

Wie oft erkennen wir die beste Lösung nicht, weil wir zu müde und gestresst sind?

In der Meditation kannst du dich spontan in einen ausgeruhten und klaren Geisteszustand versetzen.
Das schenkt dir die Möglichkeit, die besten Lösungen zu erkennen, die das Schicksal dir liefert und sie zu ergreifen.

Ist das nicht die beste Investition, die du machen kannst, nämlich in dich selber zu investieren?

Ich wünsche dir, dass du deine Zeit gut zu nutzen weißt im Neuen Jahr.

Erkenne und ergreife voller Freude und Dankbarkeit die Chancen, die das Leben dir bietet.

Werbeanzeigen

Zweiter Adventssonntag, 9.12.2018

Heute morgen bin ich wach geworden mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit, weil ich gesund und glücklich bin.

Wenn ich gesund und glücklich bin, möchte ich dazu beitragen, dass auch du gesund und glücklich bist und dass du es bleibst.

 „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Wie wahr dieses Sprichwort ist, weißt du als Meditierender ganz genau. Du weißt um die Kraft deiner Gedanken. Du weißt, wie mächtig sie sind.

Du fragst mich jetzt:„ Wie soll ich meine Gedanken so lenken, dass ich gesund und glücklich werde oder bleibe? Mein Auto kann ich lenken, aber meine Gedanken?“

Richtig, die Gedanken sind nicht zu lenken. Es sind zu viele, die wir ständig produzieren.

Aber es ist wie beim Auto: du kannst anhalten, aussteigen, dich umschauen, Luft schnappen; und dann erfrischt und mit größerer Klarheit weiterfahren.
Es rentiert sich manchmal, in eine Unterbrechung zu investieren, um sicher an sein Ziel zu kommen.

Meditation: Deine tägliche Investition in dich

Genau so ist es mit der Meditation. Du investierst in deine tägliche Meditationspause.
In jeder Meditation fallen wir immer wieder aus unseren Gedanken raus. Das ist der Moment der tiefsten Ruhe für Körper und Geist.

Es ist jedes Mal ein Moment des Loslassens und der Neuorientierung.

Wenn der Kopf ausgeschaltet ist, kann Heilung tiefgründig geschehen.

Das ist wichtig für unsere Gesundheit und für unser Glück.

Ich lade dich ein meditieren zu lernen. Investiere bitte rechtzeitig in dich selber, in deine Gesundheit, in dein Glück.

Auch DU bist ein Stück vom lieben Gott

Alles was ist, wird traditionell Gott genannt. Das ist etwas anderes als das Universum.

Das Universum ist das uns bekannte Universum. Gott dagegen meint alles das, was ist. Das heißt, dieser Begriff Gott vereint alle Universen, die es gibt, die es jemals gegeben hat oder geben wird – und ist doch mehr.

Vor Jahren habe ich Gott mathematisch definiert. Ich habe gesagt: „Gott ist G (hoch) n.“

G meint die Gesamtpersönlichkeit von all dem, was ist. Wie viele Ebenen diese Gesamtpersönlichkeit hat, weiß ich nicht; Ebenen im Feinen und im Groben, im Fernen und Nahen, im Kleinen und Großen, im Vergangenen und Zukünftigen, im Sinnlichen und Übersinnlichen, im Sichtbaren und Unsichtbaren…

Ich als Mensch mit begrenztem Verstand kann und muss mir das auch nicht vorstellen können.

Also komme ich zu der Formel: „Gott = G (hoch) n“.

Da wir Menschen uns Gott nicht vorstellen können, belegen wir ihn mit menschlichen Hilfskonstruktionen wie ´Gott Vater´ oder ´Mutter Gottes´, oder der ´Heilige Geist´ usw.

Jedem sollte jedoch klar sein, dass das menschliche Definitionen sind, die mit Gott nichts zu tun haben.

Laut der Bhagavadgita haben wir das Recht, uns Gott so vorzustellen, wie es uns liegt.

In der Bhagavadgita sagt Krishna zu dem Krieger Arjuna:

„…ich habe keine Lieblinge. Jeder Weg, den ein Mensch zu mir einschlägt, ist mein Weg. Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich vergleiche Gleiches mit Gleichem.

Wenn die Betreffenden mich als Vater oder Mutter behandeln, behandle ich sie als meine Kinder. Wenn sie mir als einem Gebieter dienen, akzeptiere ich ihre Dienste als ihr Herr. Wenn sie mich als ein Kind verehren, nähere ich mich ihnen als ein Kind. Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehne ich mich. Jenen, die mich als Freund ansehen, bin ich Freund. Auch für jene, die mich als Feind empfinden, nähere ich mich als ein Feind.

Alle Wege führen zu mir, der Göttlichkeit.“

(Bhagavadgita Kapitel 4, Vers 11. Zitiert aus: Der Gesang Gottes. Eine zeitgemäße Version für westliche Leser, Goldmann Arkana, deutschsprachige Ausgabe, 4. Auflage, München 2002, Seite 74)

Also magst du dir auf der einen Seite Gott vorstellen, wie immer du willst.

Auf der anderen Seite ist es höchste Eisenbahn, dir klar zu machen, dass alle Gottesvorstellungen ein menschliches Design sind.

Warum ist das so wichtig?

Sobald jeder weiß, dass Gott unvorstellbar mehr ist, als ein Mensch es sich vorstellen oder glauben kann, ist allen Glaubenskriegen der Boden entzogen. Und es gibt mehr Frieden in der Welt.

Kommen wir zu Gott zurück.

Wenn Gott all das ist, was ist, dann bist du, dann bin ich, ein Stück davon. Das, was das Stück von Gott in unserem Inneren ist, das nennen wir Geist oder Seele. Dieses Teil ist mit göttlichen Attributen ausgestattet wie Ewigkeit und Grenzenlosigkeit.

Damit ist es jenseits aller menschliche Zuordnungen wie Mann oder Frau usw. angesiedelt. Und schon können wir uns auch unseren Geist oder unsere Seele nicht mehr vorstellen.

Ein Mensch, der von seinem Geist oder seiner Seele spricht, spricht also von etwas, was er sich nicht vorstellen kann, obwohl es zu ihm gehört. Wenn wir uns Gott nicht vorstellen können, geht das noch. Ok, das ist eine Nummer zu groß für uns.

Aber, dass wir uns uns selber nicht einmal vorstellen können?

Ich bin etwas, aber ich kann es mir nicht vorstellen!?!

Zum Glück sind wir Menschen so konstruiert, dass wir Dinge erleben können, die wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Wir haben die Freiheit zu sagen:

„ Vorstellen kann ich es mir nicht! Aber erleben möchte ich das schon!“

Wunderbar!

Auch du bist ein Stück von Gott. Also steht es dir frei, dich als Stück vom lieben Gott auszuprobieren!

Wann?

Immer, wenn du in der Meditation deine Gedanken vergisst:

Dann bekommst du eine Ahnung davon, dass es Ebenen in dir gibt, die du bisher nicht gekannt hast.

Dann erlebst du, dass deine Vorstellung auch nur ein Gedanke ist, der seine Gültigkeit hat in dem begrenzten Rahmen von Zeit und Raum; und sonst nirgends.

Dann bekommst du eine Ahnung davon, was das Ewige in dir ist und welche Freiheit dir dadurch gegeben ist.

Das alles kannst du dir nicht vorstellen?

Macht nichts! Du kannst es erleben!

Mit der Meditation hoch hinaus

Die Meditation ist wie eine Fahrt im Heißluftballon: Wir entspannen und können loslassen.

Mit dem Loslassen werfen wir unnötigen Ballast ab. Das räumt auf, macht uns lebendig und leicht. So steigen wir hoch über das Tagesgeschehen.

Solange wir am Boden sind, ganz nah am Objekt, können wir trotz aller Anstrengung keinen Überblick gewinnen.

Wie sollen wir da zukunftsträchtige Entscheidungen fällen?

Mit etwas Abstand wird die Sicht klarer. Wir sehen wieder das Ganze. Von oben gesehen fallen die Dinge an ihren Platz.

Der Perspektivenwechsel zeigt uns ein neues Gesamtbild.

Die Ruhe und Entspannung machen den Kopf frei für Lösungen. Auf einmal wird uns klar, worum es geht bei dem Ganzen. Automatisch spuckt es kreative Ideen aus.

Jetzt wissen wir

– wie wir eine Situation lösen können,

– wie wir ein Ziel ansteuern können,

– wie wir scheinbar Unvereinbares auf einen Nenner bringen können,

– wie wir bei all dem auch noch Spaß haben können.

Denn was nutzen die äußeren Dinge, wenn wir uns nicht daran erfreuen können?

Sobald der Kopf frei ist und das Herz ruhig, können wir uns an all dem freuen, was unser Leben uns bietet. Dann sind wir glücklich mit dem, was wir haben und schätzen es wert.

Der Wertschätzung folgt die Dankbarkeit. Der Dankbarkeit folgt die Zufriedenheit. Zufriedenheit und Dankbarkeit sind gut für unsere Gesundheit.

So verhilft uns die Meditation zu einem entspannten und glücklichen Alltag.

Das wiederum gefällt den Menschen um uns herum und ist ein Erfolgsfaktor.

 

 

 

„Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei mir sein.“

Diesen Song sang Howard Carpendale am letzten Samstagabend in einer Schlagersendung im Fernsehen.

Erstaunlicherweise hallt dieses Lied in mir nach. Es ist als würde ich in der Stimme des Sängers eine andere Stimme vernehmen, die dieses Lied extra für mich direkt in mein Ohr und ins Herz singt. Es ist keine menschliche Stimme. Darum geht es ausnahmsweise mal nicht.

Es ist eine Stimme aus der Zeitlosigkeit, aus der Ewigkeit.

Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei MIR sein.“

Klar!

Tagsüber leben wir unseren Alltag mit Pflicht und Kür. Der Tag ist unsere Spielwiese.

Anders ist es nachts, wenn wir schlafen.

Nachts schließen wir die Augen, stellen die Wahrnehmung der Außenwelt ein. Im Tiefschlaf gibt es keinen Alltag und keine Erinnerung daran. Hier sind wir ohne unser Bewusstsein, ohne unsere Gedanken.

Im Tiefschlaf sind wir frei und haben viel Zeit.

Also könnten wir wenigstens nachts im Tiefschlaf eintauchen in unsere Ewigkeit, in das Licht Gottes.

Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei MIR sein.“

Die Unterteilung eines Tages in Tag und Nacht hat für mich nie Sinn gemacht. Wofür soll ich mich ein Drittel des Tages in die Bewusstlosigkeit begeben? Könnte ich in der Zeit nicht das erleben, was es nur in der Nacht zu erleben gibt?

Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei MIR sein.“

Jetzt geht mir auf, was es nur nachts zu erleben gibt!

Schlagartig verstehe ich den Sinn der Bewusstlosigkeit des Tiefschlafs:

Nur wenn wir das Bewusstsein unseres Körpers und der Welt, in der wir leben, verloren haben, können wir uns an unsere ewige Heimat erinnern.

Wir weilen vielleicht dort, wo wir unseren Ursprung haben und erholen uns vom Erdenstress. Wir können Gott nahe sein – ganzheitlicher als tagsüber.

Und warum weiß ich dann nichts davon?

Sobald wir zurückkommen, fangen unsere Gedanken wieder an zu laufen. Wir sitzen im Traumkino. Und wie es im Kino so ist, du schaust auf die Leinwand und vergisst alles andere.

Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei MIR sein.“

Mir fällt ein, dass ich so etwas Ähnliches schon mal gehört habe vor langer Zeit.

Während meiner Ausbildung zur Meditationslehrerin lernte ich, dass zum Zustand der Erleuchtung die Fähigkeit gehört, nachts im Schlaf bei Bewusstsein zu sein.

Auf diesem Kurs haben Leute aus aller Welt von ihren tiefen Meditationserfahrungen erzählt. Oft haben sie dann am Mikrophon die Frage gestellt, ob sie vielleicht schon erleuchtet seien.

Zurück kam von indischer Seite immer die gleiche Gegenfrage:

Bist du nachts im Schlaf innerlich wach”?

Dieses Kriterium konnte keiner der Fragesteller erfüllen.

Nachts, wenn alles schläft, solltest du bei MIR sein.“

Und jetzt kommt das Thema zu dir, lieber Leser!

Es erinnert alle, die diese Worte lesen, an das, was der Tiefschlaf auf höchstem Level sein kann!

Die Meditation lehrt dich die Weisheit der Bäume

Der Tag scheint hell und golden.
Die Blätter segeln von den Bäumen.
Sie rascheln unter meinen Schritten.

Ach, ihr Blätter,
könntet ihr nicht an den Bäumen verbleiben,
dass sie im Winter weniger kahl dastehen?

Jedoch…

Wenn der Frühling kommt,
und an den Zweigen neue Blätter treiben,
jauchze ich über das frische Grün,
die Farben des Frühlings.

Ach, hätte ich doch die Weisheit der Bäume!

Könnte ich zu gegebener Zeit
einfach das gehen lassen,
was auf mir lastet.

Könnte ich tief in mir wissen wie ein Baum,
dass nach der Zeit des Winters
alles wieder zu mir kommt,
was zu mir gehört,
neu, frisch und grün.

Ich würde mir leichter tun im Leben.

Ich könnte alles loslassen dann,
wenn es sowieso geht,
und mich freuen wie ein Kind ,
wenn es im Frühling wiederkehrt
frisch, saftig und grün

Die Meditation lehrt dich die Weisheit der Bäume,

Sie lässt dich erleben, wie loslassen geht,
wie du alles vergessen kannst,
selbst die Gedanken.

Wenn du die Augen schließt,
ist es Herbst.
Deine dürren Blätter fallen.

Nach der Meditation
öffnest du deine Augen.
Und siehe da, es ist Frühling.
Die Musik ruft zum Tanz um den Maibaum.

Die Welt ist wieder jung.

Der Zauber des Anfangs.

Im Handstand die Treppe hoch

Dieses Jahr, am 19. September wäre mein Papa hundert Jahre alt geworden.

Im Gegensatz zu mir war er sehr sportlich. In seiner Jugend war er Kugelstoßer und Ringkämpfer im Schwergewicht.

Als kleines Mädchen saß ich sonntags beim Ringkampf in unserem Dorf im Saarland als Zuschauer in der ersten Reihe und habe gebibbert, dass der Papa gewinnt.

Als ich noch kleiner war, hat er meinen kleinen Bruder und mich so in Bett gebracht:
Er ging in den Handstand, sagte: “ Haltet euch an meinen Beinen fest“, und hat uns im Handstand die Treppe hochgetragen Richtung Bett.
Im Handstand.

In jungen Jahren war er Soldat im Russlandfeldzug gewesen, mit schockierenden Erlebnissen, die er nicht vergessen konnte.

Mein Papa hielt weder etwas von Kunst, noch von Kultur, weder von Bildung, noch von Wissenschaft. Er las nie ein Buch.
Es liegt auf der Hand, dass ich ihn bei meiner Berufswahl nicht um seinen Rat gefragt habe.

Und doch war er einer der allerersten, die bei mir meditieren gelernt haben nach Abschluss meiner Ausbildung zur Meditationslehrerin.
Wie war das möglich?

Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, ihn in die Meditation einzuweisen.

Als ich ihn in ein vorbereitendes Gespräch über Meditation verwickeln wollte, fielen ihm die Augen auf Halbmast.
Noch heute bin ich stolz darauf, dass ich blitzschnell meine Taktik ändern konnte.
Ich sagte einen einzigen Satz: „ Papa, die Meditation ist gut für die Gesundheit.“
Er sagte: “ Ja?“
Ich erwiderte: “ Dann fangen wir sofort an!“

Dieser gestandene Mann folgte meiner Schritt-für-Schritt Einweisung in die Meditation mit der gleichen Aufmerksamkeit und Hingabe wie seinem Training beim Sport. Er hat alles genau so gemacht, wie ich es angesagt habe.

Er transzendierte sofort. Spontan erlebte er seine erste tiefe Meditation.

Meditieren hat sein Leben verändert. Es half ihm, über seine Erlebnisse als Soldat im Russlandfeldzug hinweg zu kommen.
Das Lachen kehrte in sein Leben zurück.

Die Meditation hat endlich ein bisschen Frieden in sein Leben gebracht.

Nach der Einführung meines Papa wusste ich: Diese Meditationsmethode funktioniert!!
Du musst nicht daran glauben oder etwas davon halten.
Du musst es nur ordentlich bei mir lernen.
Das hat mir für alle Zukunft eine ungeheuerliche Bestätigung für meinen Beruf und für die von mir gelehrte Meditationsform geschenkt.

Ich bin die Richtige für alle Skeptiker!

Meinem Papa bin ich dankbar für diese Feuerprobe.