Archiv der Kategorie: religiöse Toleranz

Zeit der religiösen Toleranz

Letzte Woche gab es hier in München einen Block von zwei Feiertagen. Und zwar bestand er aus dem protestantischen Reformationstag am Dienstag, dem 31. Oktober und aus dem katholischen Fest Allerheiligen am Mittwoch, dem 1. November 2017. Egal, ob katholisch oder evangelisch, jeder hatte zwei Tage frei! Das hat es so zum ersten Mal gegeben.

Ein schönes Zeichen. Dieser Doppelblock von zwei Feiertagen hintereinander hat uns daran erinnert, dass vor Gott jeder gleich ist. Wir alle sind Kinder Gottes. Er liebt uns gleichermaßen, egal, ob wir evangelisch oder katholisch sind. Für mich steht fest: Gott schaut ins Herz und nicht auf die Religion!

Schauen wir noch weiter über den Tellerrand. Was uns Christen die Bibel, ist in Asien den Hindus die Bhagavad Gita.

Hier aus dem Kapitel vier, Vers 11, die Botschaft der Toleranz:

… ich habe keine Lieblinge. Jeder Weg, den ein Mensch zu mir einschlägt, ist mein Weg. Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert – ich vergelte Gleiches mit Gleichem. Wenn die Betreffenden mich als Vater oder Mutter behandeln, behandle ich sie als meine Kinder. Wenn sie mir als einem Gebieter dienen, akzeptiere ich ihre Dienste als ihr Herr. Wenn sie mich als ein Kind verehren, nähere ich mich ihnen als ein Kind. Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehne ich mich. Jenen, die mich als Freund ansehen, bin ich Freund. Auch für jene, die mich als Feind empfinden, nähere ich mich als ein Feind. Alle Wege führen zu mir, der Göttlichkeit.“ ( Bhagavadgita, Aus dem Amerikanischen von Peter Kobe. Goldmann Arkana, München 2002, 4. Auflage)

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