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Im Handstand die Treppe hoch

Dieses Jahr, am 19. September wäre mein Papa hundert Jahre alt geworden.

Im Gegensatz zu mir war er sehr sportlich. In seiner Jugend war er Kugelstoßer und Ringkämpfer im Schwergewicht.

Als kleines Mädchen saß ich sonntags beim Ringkampf in unserem Dorf im Saarland als Zuschauer in der ersten Reihe und habe gebibbert, dass der Papa gewinnt.

Als ich noch kleiner war, hat er meinen kleinen Bruder und mich so in Bett gebracht:
Er ging in den Handstand, sagte: “ Haltet euch an meinen Beinen fest“, und hat uns im Handstand die Treppe hochgetragen Richtung Bett.
Im Handstand.

In jungen Jahren war er Soldat im Russlandfeldzug gewesen, mit schockierenden Erlebnissen, die er nicht vergessen konnte.

Mein Papa hielt weder etwas von Kunst, noch von Kultur, weder von Bildung, noch von Wissenschaft. Er las nie ein Buch.
Es liegt auf der Hand, dass ich ihn bei meiner Berufswahl nicht um seinen Rat gefragt habe.

Und doch war er einer der allerersten, die bei mir meditieren gelernt haben nach Abschluss meiner Ausbildung zur Meditationslehrerin.
Wie war das möglich?

Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, ihn in die Meditation einzuweisen.

Als ich ihn in ein vorbereitendes Gespräch über Meditation verwickeln wollte, fielen ihm die Augen auf Halbmast.
Noch heute bin ich stolz darauf, dass ich blitzschnell meine Taktik ändern konnte.
Ich sagte einen einzigen Satz: „ Papa, die Meditation ist gut für die Gesundheit.“
Er sagte: “ Ja?“
Ich erwiderte: “ Dann fangen wir sofort an!“

Dieser gestandene Mann folgte meiner Schritt-für-Schritt Einweisung in die Meditation mit der gleichen Aufmerksamkeit und Hingabe wie seinem Training beim Sport. Er hat alles genau so gemacht, wie ich es angesagt habe.

Er transzendierte sofort. Spontan erlebte er seine erste tiefe Meditation.

Meditieren hat sein Leben verändert. Es half ihm, über seine Erlebnisse als Soldat im Russlandfeldzug hinweg zu kommen.
Das Lachen kehrte in sein Leben zurück.

Die Meditation hat endlich ein bisschen Frieden in sein Leben gebracht.

Nach der Einführung meines Papa wusste ich: Diese Meditationsmethode funktioniert!!
Du musst nicht daran glauben oder etwas davon halten.
Du musst es nur ordentlich bei mir lernen.
Das hat mir für alle Zukunft eine ungeheuerliche Bestätigung für meinen Beruf und für die von mir gelehrte Meditationsform geschenkt.

Ich bin die Richtige für alle Skeptiker!

Meinem Papa bin ich dankbar für diese Feuerprobe.

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…Und sie meditieren doch…unsere WM-Kicker!

Das hätte ich mir doch denken können! Joachim Löw wird „Jogi“ Löw genannt. Trotzdem bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass dieser Spitzname einen realen Hintergrund haben könnte! Ich musste erst die Zeitung lesen:
In der Neuen Presse Coburg und in der Frankenpost erscheinen am 21. Juli 2014 der Artikel „ Mit Meditation zum WM-Titel “;  Untertitel: „ Seit fast zehn Jahren übt Patrick Broome mit den Fußballnationalspielern Yoga. Jetzt ist das Team endlich Weltmeister“. Und wir erfahren mehr: Unsere deutschen Kicker waren die einzigen, bei denen in Brasilien täglich Yoga und Meditation auf dem Plan standen. In dem Interview mit der Presse betont der Münchner Yogalehrer Broome, dass alle ein gemeinsames Ziel hatten, nämlich den Weltmeistertitel. 2006 sei er zum ersten Mal mit den deutschen Nationalspielern zusammengekommen. In diesem Zusammenhang lobt er den Mut von Oliver Bierhoff, ihn einzusetzen, die Radikalität von Jürgen Klinsmann, ganz neue Wege zu beschreiten im Fußball und Jogi Löw dafür, „ dass er als Versuchskaninchen mitgemacht und ihn bis heute unterstützt und gefördert habe.“
Nach dem WM-Sieg unserer Kicker lief der Münchner Yogalehrer mit dem unterstützenden Team auf den Platz und war völlig überwältigt, dass sie ihr gemeinsames Ziel erreicht hatten, Weltmeister zu werden.