Archiv der Kategorie: Dankbarkeit

Stell dir vor, du bist plötzlich 70

Anfang März habe ich meinen Geburtstag gefeiert.

Schon seit letztem Jahr steht die 7 als erste Ziffer bei meiner Altersangabe. Das bewegt mich sehr. Weil ich mir in jüngeren Jahren den Alltag einer Siebzigerin nicht ausmalen konnte.

Und heute erlebe ich Tag für Tag das Wunder, wie schön und erfüllend dieses Lebensalter ist und wieviele Geschenke mir jeder Tag bringt.

Was ist an dieser Zeit im Leben so schön? Was ist das Besondere an diesem Lebensalter?

Das Alter bietet einzigartige Chancen.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kommt automatisch die Zeit für Neues.

Du kannst ganz andere Prioritäten setzen als in jüngeren Jahren.

Im reifen Alter kannst du es dir leisten, deine Aufmerksamkeit vom Tagesgeschäft abschweifen zu lassen.

Auf einmal hast du Zeit für dich; und das ist auch an der Zeit!

Es ist Zeit, den Acker zu bearbeiten, der jeden Tag vor dir liegt.

Und dieser Acker bist du selber.

Das gibt dir die Chance, mehr und mehr in Frieden zu kommen.

Warum?

Weil du jetzt den Kopf frei hast für das Eingemachte.

Du kannst dir die Zeit nehmen, deine Erinnerungen zu bearbeiten und Frieden zu stiften mit allem und jedem, was auf den Tisch kommt.

Sofort spürst du eine große Erleichterung.

Jeder kleine Schritt in den Frieden schenkt auf der Stelle mehr Freiheit und Leichtigkeit im Alltag. Mit der zunehmenden Leichtigkeit kommt die Freude. Mit der Freude kommt die Dankbarkeit einher.

Das reife Lebensalter ist die Zeit für Dankbarkeit.

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Die Zeit der Ernte

Es ist Sonntag. Ein sonniger Sonntag, dessen Wärme wir noch einmal genießen, bevor der Herbst beginnt.

Die Zeit der Ernte.

Normalerweise schauen wir uns doch immer um, wo es für uns etwas zu holen gibt.

Was wäre, wenn die anderen mal bei uns ernten könnten?

Aber was gäbe es bei dir zu holen?

Was hättest du zu verschenken?

Deine Dankbarkeit!

Du wirst sehen, wie angenehm, wie leicht das Leben wird, wenn du die Menschen um dich herum deine Dankbarkeit ernten lässt für all das, was sie dir Gutes haben zukommen lassen.

Du magst einwenden: „Aber gestern war das nicht so toll, was zu mir rüberkam“.

Na und? Sei großzügig.

Erinnere dich daran, wie der Andere dir in der Vergangenheit weitergeholfen hat, wie er dir Freude bereitet hat. Vielleicht war er gestern nicht gut drauf? Vielleicht konnte er nicht mehr bieten?

Sei großzügig.

Lass den Anderen Dankbarkeit ernten für das, was er gut gemacht hat.
So gewährst du ihm die Chance, wieder auf seine Füße zu fallen.

Dankbarkeit zu zeigen, statt immer nur zu fordern, das verändert die Welt.

Dankbarkeit ist wie Öl für alle Beziehungen, seien sie geschäftlich, seien sie privat. Sie schmiert die Beziehungen, wenn sie ächzen und knirschen. Türen öffnen sich leichter.
Sie zaubert ein Lächeln in das Gesicht eines müden Menschen. Der atmet durch, und dann packt er es wieder an. Das, was im Stocken war, kommt wieder in Fluss.

Kommen wir zur Meditation.

Wie kann die Meditation uns helfen, Dankbarkeit zu empfinden und zu zeigen?

  • In jeder Meditation lösen sich die Stresshormone auf.
  • Die Säure im Blut wird abgebaut. Das Blut wird wieder basisch.
  • Praktisch heißt das, dass wir, wenn wir meditieren, unsere eigenen Aggressionen abbauen.
  • Wir kehren vor unserer eigenen Tür.

Dann sind wir zufrieden wie ein Baby und auch wieder offen und geduldig. Wir haben wieder ein Ohr für Andere.

Vielleicht haben wir dem Anderen die Meditation voraus? Vielleicht hat der keine Möglichkeit, seine Aggressionen so einfach abzubauen?

Unsere Dankbarkeit ist sehr einladend. Sie ebnet und glättet die Wege unter Menschen. Vielleicht kommen auf diesen geebneten Wegen unsere Lieben zu uns und helfen uns weiter. Dann hätte jeder etwas davon.

Dann wäre für jeden die Zeit der Ernte gekommen.