Archiv der Kategorie: Ayurveda

Heute geht es um unsere Freiheit, um unsere Göttlichkeit

Wir genießen das Leben, verlieren uns in tausendundeins Eindrücken.
Wir verlieren unser Herz an Personen und Dinge.
Wir vergessen unsere Freiheit.

Erst in der tiefen Stille der Meditation erleben wir das Sein, unsere innere Göttlichkeit. Wir erfahren uns selbst, ganz blank, ohne die Zutaten und Garnituren der Gedanken. Die Philosophen nennen das reines Sein oder reines Bewusstsein.

Jeder, der länger meditiert, weiß, wovon ich rede.Denn im Unterschied zu den Philosophen reden wir nicht von etwas, was wir in Büchern gelesen haben. Wir reden von etwas, was wir erleben, wenn wir ganz still werden und unsere Gedanken vorübergehend vergessen.

Mag diese Erfahrung kurz oder lang sein, sie hat immer einen heilenden Wert.

Wenn du deine Gedanken vergisst,ist das wie ein Neustart deines PCs.

Wenn der PC neu gestartet wird, erscheinen die ursprünglichen Programme, so wie sie geschrieben wurden.

Wenn du deine Gedanken vergisst, also spontan aus deinen Gedanken rausfällst, erscheinen auch bei dir deine ursprünglichen Programme.

Es mögen Themen oder Zusammenhänge auftauchen, die dir bisher nicht gegenwärtig waren. Deshalb vermögen wir nach einer solchen Meditation die Dinge ganzheitlicher zu sehen.

Neu und kreativ interpretieren wir die Welt. Der Groschen fällt und es spuckt Lösungen aus. Ganz bedacht wähle ich hier den Ausdruck ´es spuckt Lösungen aus´.

Besser könnte ich es nicht beschreiben.

Hinzu kommt, dass beim Meditieren Aggressionen abgebaut werden.

Warum ist das so wichtig?

Weil wir dann in der Lage sind, auf eine liebevolle und einnehmende Weise unserer Umwelt unsere Lösungen vorzustellen. Jeder weiß, dass gute Lösungen nur dann von den Menschen um uns herum angenommen und durchgesetzt werden,
wenn mit unseren Worten unterschwellig keinerlei aggressive Gefühle transportiert werden.

Und noch ein Punkt ist wichtig:

Das reine Sein, das reine Bewusstsein, das ist unser innerstes Wesen. Also sollte jeder Mensch das kennen. Die Erfahrung, wer oder was du zutiefst im Innen bist kreiert einen heilsamen Abstand zu den Dingen des Lebens, die dir über den Kopf gewachsen sind.

Jetzt bekommst du wieder Luft zum Atmen. Die Selbsterfahrung gibt dir festen Boden unter die Füße und damit eine klare und zuverlässige Wahrnehmung. Das Karussel des Lebens kann sich drehen.

Wenn wir uns also gemeinsam zur Meditation hinsetzen und die Augen schließen, geht es genau darum:

zu erleben was unser innerster Kern ist.

Bis dahin dachten wir, wir sind unsere Gedanken und Gefühle und waren völlig davon abhängig. Jetzt wissen wir, dass wir unaufhörlich Gedanken und Gefühle produzieren, wie ein Kind, das träumt.

Dieses Wissen schafft einen Abstand zu unseren Gedanken und Gefühlen. Und dieser Abstand lässt uns erleichtert aufatmen. Er schafft Freiheit. Unser Leben bekommt eine Balance.

Dann haben wir, im Auf und Ab des täglichen Lebens, die Nase oben .

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Reisen mit leichtem Gepäck

Warst du schon einmal in Afrika?

Dieser Kontinent hat eine Energie wie kein anderer. Mir fiel sofort nach der Ankunft auf, dass die Erde Afrikas völlig anders riecht als in Europa. Sehr würzig, ´afrikanisch´ eben.

Als Studentin habe ich eine Studienreise nach Westafrika gemacht. Sechs Wochen dauerte der offizielle Teil. Unsere Studentengruppe studierte deutsche Entwicklungshilfeprojekte vor Ort.

Und weitere sechs Wochen konnten wir das Land auf eigene Faust anschauen. Meine Studienkollegen reisten in kleinen Gruppen. Ich wollte Westafrika hautnah kennenlernen. Wie sonst würden sich mir direkte Einblicke in das Leben der Menschen auftun?

So beschloss ich sehr mutig, ganz allein zu reisen.

Stell dir vor, 1970 gab es noch keine Rollkoffer. Mit einem Koffer zu reisen, hieß schleppend und beschwerlich unterwegs zu sein. Wollte ich mein Gepäck durch Afrika schleppen? Natürlich nicht!

Wollte ich ständig in Sorge leben, ob mein Gepäck noch dort war, wo ich es abgestellt hatte? Natürlich nicht!

Ich wollte unbeschwert reisen, mich frei fühlen und diese Abenteuerreise genießen.

Darum beschloss ich, ganz ohne das übliche Gepäck zu reisen.

Auf dem Markt kaufte ich eine Basttasche, die ich über der Schulter tragen konnte. Sie war ganz leicht, denn ich hatte fast nichts dabei, auch keinen Fotoapparat.

So ganz ohne Gepäck habe ich mich nicht müde gemacht und musste mich nicht ständig sorgen. Ich konnte spontan reisen, wie es sich jeweils anbot. Auf dieser Reise war ich mit meinem Ohr am Puls Afrikas.

Ergeht es uns mit der Meditation nicht ganz genau so?

Wir reisen mit leichtem Gepäck. So kommen wir an Orte, an die wir sonst nicht gelangen können.

Was meine ich, wenn ich sage, wir reisen mit leichtem Gepäck?

Wenn wir meditieren, können wir all unsere belastenden Gedanken zurücklassen; all die Gedanken, die uns schwer wie Blei auf dem Magen liegen, auf dem Bauch oder auf den Schultern. Auch die Spannungen, die uns das Herz verkrampfen lassen oder uns Kopfweh verursachen, dürfen sich in der Meditation auflösen.

Wenn wir leicht werden, licht und frei, dann können wir mit unserem Bewusstsein Orte oder Zustände erreichen, die uns im Alltagsbewusstsein, wo wir gedanklich festgebunden sind, verschlossen bleiben,.

Mit leichtem Gepäck zu reisen, was für eine Befreiung, was für eine Erleichterung für Körper und Geist. Unsere Energie ist wieder frei für das Wesentliche im Leben.

So können wir nicht nur unsere Meditation genießen, sondern wir schöpfen daraus Mut und Kraft und finden Lösungen für den Alltag.

Die Lösungen kommen zu uns, wenn wir durch die Freiheit und Leichtigkeit einen gewissen Abstand gewinnen, der uns eine ganzheitliche Sicht der Dinge ermöglicht. Und diese ganzheitliche Sicht ist es, die uns die Lösung des Problems zeigt, egal in welcher Wildnis wir uns gedanklich verlaufen haben.

Wenn Menschen zu mir sagen: „ Meditieren kann ich nicht. Ich bin viel zu nervös, wenn ich aus der Firma komme zu Ihnen. Das wird nicht klappen“.

Dann erwidere ich: „ Wunderbar, dass Sie nervös sind, wenn Sie zum Mediteren zu mir kommen. Dann lohnt sich der Weg ja richtig für Sie. Denn Sie können so aufgedreht kommen, wie Sie wollen. Wichtig für Sie ist doch nur, dass Sie nach unserer Meditation ruhig und gelassen von hier weggehen. Und das werden Sie“.

Dr. med. Bauhofer über Ayurveda

bezüglich :            Montag, 25.10.2010 

„Gesundheit – im Selbst ruhen“

In diesem Interwiex spricht Dr. Ulrich Bauhofer, wohnhaft in München, über die Grundlagen des Ayurveda.

Ich weiß, dass Dr. Bauhofer dadurch, dass er sein westliches Medizinstudium komlementiert hat durch eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit indischen Spezialisten, den Vaydias, beide Systeme, also unsere Schulmedizin und den Ayaurveda, bestens kennen gelernt hat.

Als dritte Komponente zur Gesundung gehört meiner Meinung nach die ayurvedische Meditation dazu. Sie begünstigt ein Gesunden von  Seele und Körper,  arbeitet also an den tiefsten Ursachen für eine Erkrankung oder Erschöpfung. Wie ich immer wieder erleben darf, kann  so Traumata oder  chronischen Krankheiten nicht nur vorgebeugt werden,  sondern oftmals erholt sich das Immunsystem, das Nervenkostüm.  Sobald der Mensch sich wieder regelmäßig tief ausruhen und entspannen kann.

Frnziska Hesedenz   http://www.meditation-muenchen.com

Dr. Bauhofer über Ayurveda

Medizin

Natur heilt!

http://www.elle.de/Artikel/Medizin-Natur-heilt-Ayurveda_1351092.html

Ayurveda = asiatische Wellness? Mitnichten! Ayurveda ist die älteste Medizin der Welt und könnte unsere Natur und unser Gesundheitssystem retten. Warum, erklärt der internationale Ayurveda-Spezialist Dr. Ulrich Bauhofer

Was immer wir selbst tun können, um unsere Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun – so lautet eine der Grundregeln der ayurvedischen Heilkunde. Klingt schlicht. Und ergreifend. Und sagt vor allem, dass wir uns um unsere Gesundheit kümmern sollen. Und zwar bevorwir sie verlieren. Darum nennt Dr. Ulrich Bauhofer die Menschen, die zu ihm in seine Münchner Praxis kommen, auch ungern Patienten. Und seine Aufgabe ist nicht nur die eines Arztes. Ein ayurvedischer Arzt sollte „auch Freund, Philosoph und weiser Ratgeber sein“

ELLE: Was heißt Ayurveda eigentlich ganz genau?
Dr. Ulrich Bauhofer: Ayurveda ist die älteste überlieferte Medizin der Menschheit. Das Wort setzt sich aus „Veda“ wie Wissen und „Ayus“ wie Leben zusammen, also „das Wissen vom Leben“

ELLE: Das klingt umfangreich …
Dr. U. B.: Eigentlich geht es aber nur darum, den Körper in gesunder Balance zu halten.

ELLE: Und wer hat dieses ayurvedische Balancesystem erfunden?
Dr. U. B.: Es gibt keinen „Erfinder“ – oder viele. Als das „Wissen vom Leben“ ist Ayurveda so alt wie das Leben selbst und beschreibt die Gesetzmäßigkeiten, nach denen das menschliche Körper-Geist-Seele-System funktioniert.

ELLE: Aber irgendjemand muss diese Gesetzmäßigkeiten doch mal notiert haben?
Dr. U. B.: Es gibt tatsächlich ayurvedische Texte. Die sind bis zu 3500 Jahre alt.

ELLE: Darin steht geschrieben, wie man es schafft, den Körper in einer Dauerbalance zu halten?
Dr. U. B.: Genau. Diese Ausbalancierung wird ganz übersichtlich definiert mit den Begriffen dreier „biologischer Programme“: Vata, Pitta und Kapha.

ELLE: So heißen auch Teesorten im Biosupermarkt. Wieso sind das „biologische Programme“?
Dr. U. B.: Stellen Sie sich den Organismus einfach mal als Verbrennungsmaschine vor. Ganz mechanistisch. Und diese Verbrennungsmaschine wird mit Energieträgern gefüttert.

ELLE: Sie meinen das, was wir essen, was wir trinken …
Dr. U. B.: … die Luft, die wir atmen, und das Licht, das wir absorbieren. Dabei entsteht kinetische Energie, die man Vata nennt. Vata ist für alle Bewegungsabläufe zuständig. Wie das Heben des Arms, den Herzschlag oder die Blutzirkulation. Das zweite Programm, Pitta, erzeugt Wärme und hält die Körpertemperatur konstant bei 37 Grad. Denn bei dieser Temperatur funktioniert der Stoffwechsel optimal. Und das Strukturprogramm, der Energiespeicher, das Gerüst der Materie, das uns Stabilität und Halt gibt – das ist Kapha.

ELLE: Alle drei sind bei uns allen in gleichem Maß vertreten?
Dr. U. B.: Bei jedem Menschen arbeiten Vata, Pitta und Kapha zusammen, aber sie sind unterschiedlich verteilt. Das macht unsere Konstitution aus.

ELLE: Und unser Wohlbefinden?
Dr. U. B.: Das wird eher durch unsere Lebensweise und durch Einflüsse von außen bestimmt. Dadurch können die drei Doshas nämlich aus dem Gleichgewicht geraten. Deswegen ist alles, was wir in der ayurvedischen Medizin machen, darauf abgestimmt, einen Menschen zu seinem Dosha-Gleichgewicht zurückzuführen. Oder auch: einfach zu sich selbst.

ELLE: Zu sich selbst?
Dr. U. B.: Im Apollo-Tempel in Delphi steht der Satz: „Erkenne dich selbst.“ Der wurde immer eher als ein philosophischer Aufruf empfunden. Aber er hat auch sehr viel mit Gesundheit zu tun!

ELLE: Wenn ich weiß, wer ich bin, weiß ich doch aber noch nicht automatisch, was genau in meinem Körper passiert.
Dr. U. B.: Wenn unser Körper sich nicht fortwährend seiner genetischen Identität bewusst ist, kann er sich nicht gegen das wehren, was nicht zu ihm gehört. Darum ist es entscheidend, dass wir alles dafür tun, uns gut und fit zu fühlen. Denn dann fühlt sich auch der Körper so. Und dann sind die Immunzellen wach und kriegen mit: Hier stimmt was nicht. Alarm! Weg mit den Krebszellen! Vernichten wir die Infektionserreger!

ELLE: Wie soll man es schaffen, sich immer gut zu fühlen?
Dr. U. B.: Indem wir aufhören, unseren Körper wie eine Müllkippe zu behandeln.

ELLE: Und Sie bringen uns das wieder bei, weil wir dabei sind, so Grundlegendes zu verlernen?
Dr. U. B.: Genau. Wenn jemand zu mir kommt, mache ich eine Pulsdiagnose, weil ich aus dem Puls die Choreografie der Doshas erkennen kann. Dann weiß ich: Vata ist gestört. Oder es ist zu viel Kapha da. Dieses Ungleichgewicht muss behoben werden.

ELLE: Wodurch genau?
Dr. U. B.: Wir schießen aus allen Richtungen: mit Entgiftung, individuell abgestimmter Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf, Yoga, natürlichen Heilmitteln …

ELLE: Das klingt, als müsse man sein Leben ziemlich ändern.
Dr. U. B.: Alle Maßnahmen müssen alltagstauglich sein. Ich bin ein Fan der kleinen Schritte. Wir müssen wieder lernen, zu merken, was gesundheitsförderlich für uns ist. Keiner wird gezwungen, mit Yoga anzufangen. Meist hilft es schon, schlechte Gewohnheiten mal zu überdenken.

ELLE: Dann hat Ayurveda also viel mit Denken zu tun?
Dr. U. B.: Mit Denken. Und mit Handeln. „Der Zweck des Lebens ist die Ausdehnung von Glück“, sagt Aristoteles. Und darum geht es. Denn Glück ist ein ganz entscheidendes Merkmal von Gesundheit.

Interview: Melanie Kunzezu stören »