S ´ ist Fasenacht, das ganze Leben ist ein Karneval


Fasenacht, ist das Realität, ist es Schein?

Die Kostüme sind echt. Die Schminke ist echt. Es werden Reden auf der Bütt geschwungen. Alles muss vorbereitet werden mit dem gleichen Aufwand wie im echten Leben. Alles muss auch wieder abgebaut werden mit viel Einsatz, Zeit und Geld.

Je imposanter und aufwendiger die Rolle ist, das Kostüm, die Schminke, desto wichtiger ist es, jeden Abend das Kostüm ablegen, die Schminke abwischen zu können und auszuruhen.

Im echten Leben ist es genauso. Je aufwendiger und anstrengender die Rolle ist, die du im Leben spielst, desto wichtiger ist es, sich täglich zu entspannen und auszuruhen.

In der Meditation kannst du dich von den täglichen Rollen ausruhen. Das erholt und erfrischt.

Karneval ist ein Spiel und hat in einem begrenzten Rahmen seine Gültigkeit. Im Berufs- und Familienalltag ist die Welt des Karneval nicht mehr wahr. Da kann keiner sagen: „ Ich bin der Kaspar aus dem Karnevalsverein und sage hier mal, wo es langgeht.“

Bist du jemals auf den Gedanken gekommen, dass auch die Alltagswelt nur wahr ist innerhalb ihres Rahmens?

Hast du jemals daran gedacht, dass auch all die Rollen, die du im Alltag spielst, all die Kostüme, ihre Berechtigung nur innerhalb ihres Rahmens und nur für eine gewisse Zeit haben? Sie mögen länger gelten als der Karneval. Aber auch sie haben ein Haltbarkeitsdatum von maximal ein paar Jahrzehnten.

Dann wird es sie nicht mehr geben.

Aber du bleibst, der du bist.

Du existierst unabhängig von den Rollen, die du im Alltag spielst. Und du wirst existieren, wenn es diese Rollen längst nicht mehr gibt.

Diese Einsicht bringt dich wieder auf den Boden der Realität. Sie öffnet die Sicht, weitet das Blickfeld. Ein erweitertes Blickfeld schenkt mehr Freiheit in der Entscheidung.

In der Meditation hast du die Möglichkeit, täglich deine Rollen abzulegen. Du ziehst sie aus wie enge verschwitzte Kleider und machst es dir bequem. Du kannst aufatmen und entspannen, darst einfach nur du selber sein.

Du vergisst den Alltagsstress und wirst wieder zu dem Wesen, das du im Innersten bist, das du immer schon gewesen bist.

Jeden Tag zu erleben, wer du selber bist jenseits all deiner Rollen und Kostümen, das lässt dich zur Ruhe kommen. Du sammelst dich. Und die Ruhe verleiht dir frische Kräfte.

Du fängst an, klarer zu sehen und klarer zu planen.

Wir sind Wesen in der Ewigkeit. Auch wenn wir das vergessen haben, ist es gut, es wieder zu erleben.

Unser Körper ist uns das Wichtigste. Aber wie können wir uns auf einen Körper verlassen, der ein Haltbarkeitsdatum hat von einigen Jahrzehnten?

Dein Haus wird älter als dein Körper.

Wer sich das einmal so richtig klar macht, erkennt, dass der Körper nicht das Wichtigste im Leben sein kann. Nach der Fasenacht kommt jedes Jahr der Aschermittwoch. Er erinnert dich eiskalt daran, dass dein Körper aus Erde besteht und wieder zu Staub zerfallen wird. Es ist gut, dieser Tatsache frühzeitig ins Auge zu sehen.

Warum?

Weil es hilft, den Blick auf das zu lenken, was kein Verfallsdatum kennt und was immer wichtig sein wird.

Es ist das. was du im Innersten bist und was dir immer bleiben wird.

Also ist es klug, regelmäßig zu meditieren. In der Meditation kommst du zur Ruhe und zu dir selber. So kannst du jenseits aller Fasenacht etwas für dich persönlich tun.

Die Meditation ist gut für den Körper und für den Teil in dir, der dir immer bleiben wird.

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