Auch DU bist ein Stück vom lieben Gott


Alles was ist, wird traditionell Gott genannt. Das ist etwas anderes als das Universum.

Das Universum ist das uns bekannte Universum. Gott dagegen meint alles das, was ist. Das heißt, dieser Begriff Gott vereint alle Universen, die es gibt, die es jemals gegeben hat oder geben wird – und ist doch mehr.

Vor Jahren habe ich Gott mathematisch definiert. Ich habe gesagt: „Gott ist G (hoch) n.“

G meint die Gesamtpersönlichkeit von all dem, was ist. Wie viele Ebenen diese Gesamtpersönlichkeit hat, weiß ich nicht; Ebenen im Feinen und im Groben, im Fernen und Nahen, im Kleinen und Großen, im Vergangenen und Zukünftigen, im Sinnlichen und Übersinnlichen, im Sichtbaren und Unsichtbaren…

Ich als Mensch mit begrenztem Verstand kann und muss mir das auch nicht vorstellen können.

Also komme ich zu der Formel: „Gott = G (hoch) n“.

Da wir Menschen uns Gott nicht vorstellen können, belegen wir ihn mit menschlichen Hilfskonstruktionen wie ´Gott Vater´ oder ´Mutter Gottes´, oder der ´Heilige Geist´ usw.

Jedem sollte jedoch klar sein, dass das menschliche Definitionen sind, die mit Gott nichts zu tun haben.

Laut der Bhagavadgita haben wir das Recht, uns Gott so vorzustellen, wie es uns liegt.

In der Bhagavadgita sagt Krishna zu dem Krieger Arjuna:

„…ich habe keine Lieblinge. Jeder Weg, den ein Mensch zu mir einschlägt, ist mein Weg. Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich vergleiche Gleiches mit Gleichem.

Wenn die Betreffenden mich als Vater oder Mutter behandeln, behandle ich sie als meine Kinder. Wenn sie mir als einem Gebieter dienen, akzeptiere ich ihre Dienste als ihr Herr. Wenn sie mich als ein Kind verehren, nähere ich mich ihnen als ein Kind. Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehne ich mich. Jenen, die mich als Freund ansehen, bin ich Freund. Auch für jene, die mich als Feind empfinden, nähere ich mich als ein Feind.

Alle Wege führen zu mir, der Göttlichkeit.“

(Bhagavadgita Kapitel 4, Vers 11. Zitiert aus: Der Gesang Gottes. Eine zeitgemäße Version für westliche Leser, Goldmann Arkana, deutschsprachige Ausgabe, 4. Auflage, München 2002, Seite 74)

Also magst du dir auf der einen Seite Gott vorstellen, wie immer du willst.

Auf der anderen Seite ist es höchste Eisenbahn, dir klar zu machen, dass alle Gottesvorstellungen ein menschliches Design sind.

Warum ist das so wichtig?

Sobald jeder weiß, dass Gott unvorstellbar mehr ist, als ein Mensch es sich vorstellen oder glauben kann, ist allen Glaubenskriegen der Boden entzogen. Und es gibt mehr Frieden in der Welt.

Kommen wir zu Gott zurück.

Wenn Gott all das ist, was ist, dann bist du, dann bin ich, ein Stück davon. Das, was das Stück von Gott in unserem Inneren ist, das nennen wir Geist oder Seele. Dieses Teil ist mit göttlichen Attributen ausgestattet wie Ewigkeit und Grenzenlosigkeit.

Damit ist es jenseits aller menschliche Zuordnungen wie Mann oder Frau usw. angesiedelt. Und schon können wir uns auch unseren Geist oder unsere Seele nicht mehr vorstellen.

Ein Mensch, der von seinem Geist oder seiner Seele spricht, spricht also von etwas, was er sich nicht vorstellen kann, obwohl es zu ihm gehört. Wenn wir uns Gott nicht vorstellen können, geht das noch. Ok, das ist eine Nummer zu groß für uns.

Aber, dass wir uns uns selber nicht einmal vorstellen können?

Ich bin etwas, aber ich kann es mir nicht vorstellen!?!

Zum Glück sind wir Menschen so konstruiert, dass wir Dinge erleben können, die wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Wir haben die Freiheit zu sagen:

„ Vorstellen kann ich es mir nicht! Aber erleben möchte ich das schon!“

Wunderbar!

Auch du bist ein Stück von Gott. Also steht es dir frei, dich als Stück vom lieben Gott auszuprobieren!

Wann?

Immer, wenn du in der Meditation deine Gedanken vergisst:

Dann bekommst du eine Ahnung davon, dass es Ebenen in dir gibt, die du bisher nicht gekannt hast.

Dann erlebst du, dass deine Vorstellung auch nur ein Gedanke ist, der seine Gültigkeit hat in dem begrenzten Rahmen von Zeit und Raum; und sonst nirgends.

Dann bekommst du eine Ahnung davon, was das Ewige in dir ist und welche Freiheit dir dadurch gegeben ist.

Das alles kannst du dir nicht vorstellen?

Macht nichts! Du kannst es erleben!

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Eine Antwort zu “Auch DU bist ein Stück vom lieben Gott

  1. Danke für diesen besonderen Artikel. Unglaublich welch starke Worte und Verbindungen Du immer herstellst, eine ganz besondere Art. Es war sehr inspirierend zu lesen!

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